Lemmens, Jacques-Nicolas (1823–1881)

acques-Nicolas (Jaak-Nicolaas) Lemmens (Zoele-Parwijs, nahe Westerlo, Belgien, 3. Januar 1823 - Zemst, nahe Mechelen, Belgien, 30. Januar 1881) war Organist und Komponist für sein Instrument.

Er studierte bei François-Joseph Fétis, der ihn zu einem Musiker machen wollte, der die Kunst des Orgelspielers in Belgien erneuern kann. Fétis schickte ihn zu Adolf Hesse nach Breslau, um die Tradition von Johann Sebastian Bach kennenzulernen.

1847 gewann Lemmens mit seinem Le roi Lear ("König Lear") den prestigeträchtigen Prix de Rome. Ein Jahr später veröffentlichte er sein erstes Werk für Orgel-Dix-Improvisationen im Stil von Sévère et Chantant ("Zehn Improvisationen in einem strengen und singenden Stil"). Im März 1849 wurde er im Alter von 26 Jahren zum Orgellehrer am Königlichen Konservatorium von Brüssel ernannt und bildete junge französische Talente aus, darunter Alexandre Guilmant und Charles-Marie Widor.

1852 gab er Orgelkonzerte in den Kirchen St. Vincent de Paul, La Madeleine und St. Eustache in Paris, wo er das Publikum verblüffte. Besonders bemerkenswert war sein brillantes Pedalspiel, das in hohem Maße seinen Studien über Bachs Musik zu verdanken war (zu der Zeit waren Bachs Orgelwerke in Frankreich überhaupt nicht bekannt).

1857 heiratete er die englische Sopranistin Helen Sherrington (1834-1906), die im folgenden Jahrzehnt als führende englische Konzert- und Opernsängerin hervorging.

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