d'Albert, Eugen (1864–1932)

D’Albert war der Sohn des Ballettkomponisten Charles d’Albert (1809–1886), der in Deutschland als Sohn eines
französischen Vaters und einer englischen Mutter geboren wurde. Unter seinen Vorfahren befinden sich die
italienischen Komponisten Giuseppe Matteo Alberti (1685–1751) und Domenico Alberti (um 1710–1740).
Eugen d’Albert fühlte sich jedoch Deutschland verbunden und bevorzugte die deutsche Form seines Vornamens.
Er erhielt Musikunterricht von seinem Vater, kam mit zehn Jahren an die New Music School in London und war
dort Klavierschüler von Ernst Pauer, der von den pianistischen Fähigkeiten dieses Schülers beeindruckt war.
1881 lernte d’Albert Franz Liszt kennen, bei dem er in Weimar sein Klavierspiel vervollkommnete. Zahlreiche
Konzertreisen schlossen sich an diese Ausbildung an, und d’Albert wurde besonders als Interpret der Werke
Johann Sebastian Bachs und Ludwig van Beethovens berühmt. Sein teilweise recht willkürliches Spiel wurzelte
noch ganz in der Virtuosentradition des 19. Jahrhunderts; seine Bach-Bearbeitungen wirken heutzutage
antiquiert. Auch die ersten eigenen Kompositionen erschienen nun, darunter die Klaviersuite d-Moll op.1 (1883),
sein erstes Klavierkonzert (1884), die Sinfonie F-Dur (1886) und das erste Streichquartett (1887). In dieser Zeit
galt d’Albert als der bedeutendste Pianist der Gegenwart.[1]
D’Albert schrieb 21 Opern und vernachlässigte für diese Arbeit mehr und mehr sein Klavierspiel, doch konnte er
den Tiefland-Erfolg nicht wiederholen. Unter den späteren Werken ragen Die toten Augen (1916) und Der
Golem (1926) heraus; jedoch leiden die meisten seiner Musiktheaterwerke unter den Schwächen der Libretti.
Wiederentdeckungen mancher Stücke wären jedoch wegen der musikalischen Qualitäten wünschenswert.
D’Albert war sechsmal verheiratet, unter anderem mit der Sängerin Hermine Finck und der Pianistin und
Komponistin Teresa Carreño, mit der er 1891 bis 1895 in der Villa Teresa in Kötitz bei Dresden lebte. Für die
Scheidung von seiner sechsten Frau reiste d’Albert aus rechtlichen Gründen nach Riga, wo er 1932 starb. Er ist
auf dem Friedhof von Morcote (Schweiz) begraben.

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