Toivo Timoteus Kuula (7. Juli 1883 – 18. Mai 1918) war ein finnischer Dirigent und Komponist. Er wurde in der Stadt Alavus geboren, als Finnland noch ein Großfürstentum unter russischer Herrschaft war. Er ist als farbenfroher und leidenschaftlicher Porträtist der finnischen Natur und Menschen bekannt. Ein schwedischer Kritiker sagte einmal, dass Kuulas Musik Teile des menschlichen Geistes erreicht, in denen man zu einer tiefen Auseinandersetzung mit sich selbst gezwungen wird.
Toivo Kuula starb 1918 im Provinzkrankenhaus in Viipuri, nachdem er 18 Tage zuvor in der Walpurgisnacht durch eine von einem Jäger abgefeuerte Kugel tödlich verletzt worden war. Die Kugel wurde als Folge eines Streits abgefeuert, der vor dem Hotel Seurahuone im Zusammenhang mit der ersten Siegesfeier des weißen Sieges im finnischen Bürgerkrieg stattfand. Kuula ist auf dem Hietaniemi-Friedhof in Helsinki begraben.
Kuula ist vor allem für sein umfangreiches Schaffen melodischer Chor- und Vokalwerke bekannt. Zu seinen Instrumentalwerken gehören zwei Ostbottnische Suiten für Orchester, eine Violinsonate, ein Klaviertrio und eine unvollendete Symphonie. Sein Hauptwerk ist das Stabat Mater, das 1915 aufgeführt wurde. Kuula schrieb auch einige Dutzend hochkünstlerische Klavierwerke.