Felix Michailowitsch Blumenfeld (Russisch: Фе́ликс Миха́йлович Блуменфе́лд; 19. April 1863 [O.S. 7. April] – 21. Januar 1931) war ein russischer Komponist, Dirigent der Kaiserlichen Oper St. Petersburg, Pianist und Lehrer. Er wurde in Kirowograd (heutige Ukraine), Gouvernement Cherson, Russisches Reich, als Sohn von Michail Franzewitsch Blumenfeld, österreichischer jüdischer Herkunft, und der Polin Maria Szymanowska geboren. Zwischen 1881 und 1885 studierte er Komposition am St. Petersburger Konservatorium bei Nikolai Rimsky-Korsakow und Klavier bei Fedor Stein. Von 1885 bis 1918 unterrichtete er dort selbst Klavier und war bis 1911 auch Dirigent des Mariinsky-Theaters.

Im Mariinsky wurden die von seinem Mentor Rimsky-Korsakow komponierten Opern uraufgeführt. Er war auch Dirigent bei der russischen Erstaufführung von Wagners Oper Tristan und Isolde.

1908 dirigierte er die Pariser Premiere von Modest Mussorgskys Oper Boris Godunow.

Von 1918 bis 1922 war er Direktor der Musik- und Schauspielschule von Mykola Lysenko in Kiew, wo unter anderem Vladimir Horowitz Schüler seiner Meisterklassen war. 1922 kehrte er an das Moskauer Konservatorium zurück und unterrichtete dort bis zu seinem Tod. Zu seinen weiteren berühmten Schülern zählen Simon Barere, Maria Yudina und Maria Grinberg. Sie starben in Moskau.

Als Pianist spielte er viele Kompositionen seiner russischen Zeitgenossen. Zu seinen eigenen Kompositionen, die den Einfluss von Frédéric Chopin und Pjotr ​​Iljitsch Tschaikowski zeigten, gehören eine Sinfonie, Stücke für Soloklavier, ein Allegro de Concert für Klavier und Orchester sowie Lieder. Insbesondere seine virtuosen Stücke für Klavier erlebten in den letzten Jahren eine Art Renaissance.

Er war der Onkel von Heinrich Neuhaus.